2004 wurden im asiatischen Raum die ersten E-Zigaretten für den Markt im größeren Umfang produziert und in den darauffolgenden Jahren exportiert. In den letzten Jahren erlebte die E-Zigarette in Europa und somit auch in Deutschland einen rasant steigenden Bekannt- und Beliebtheitsgrad.

In dem Gehäuse der E-Zigarette befindet sich ein Vorratsdepot mit der zu verdampfenden Flüssigkeit - dem Liquid. Wird die E-Zigarette durch den Verbraucher aktiviert, so erhitzt eine Heizspirale die Flüssigkeit. Durch die Möglichkeit der Wiederbefüllung durch den Verbraucher können Liquids mit unterschiedlichen Geschmacksrichtung wie z.B. Erdbeere, Menthol, Karamell oder auch Tabak und mit oder ohne Nikotin gedampft werden. Aber auch Einweg-E-Zigaretten sind mit unterschiedlichen Aromen verfügbar.

Bei der Neufassung der gesetzlichen Regelungen von Tabakerzeugnissen wurden auch E-Zigaretten sowie nikotinhaltige Nachfüllflüssigkeiten (E-Liquids) berücksichtigt. Eine Umsetzung in nationales Recht erfolgte mit dem Tabakerzeugnisgesetz und der Tabakerzeugnisverordung. Nikotinfreie Liquids sind bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfasst unter diesen Regelungen.

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Üblicherweise setzten sich die E-Liquids aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Propylenglykol*
  • Glycerin*
  • Wasser (8-12%)
  • Aromen (0-2%)
  • Nikotin (0-2%)

* Propylenglykol und Glycerin werden in unterschiedlichen Anteilen eingesetzt. Beliebt sind 70:30 und 50:50 Mischungen

Die Heizspirale im Inneren der E-Zigarette erhitzt das Liquid. Dabei wird das Liquid vernebelt und tritt als Dampf aus, welcher vom Verbraucher inhaliert wird.

Ebenso wie für Tabakerzeugnisse gibt es für E-Zigaretten bzw. deren Nachfüllbehälter Vorschriften über die verwendeten Inhaltsstoffe.

In Anhang II der Tabakerzeugnisverordnung werden Stoffe gelistet, die in E-Zigaretten verboten sind.

Im CVUA OWL werden neben den nikotinhaltigen Flüssigkeiten auch Bauteile der E-Zigarette überprüft auf ihre stoffliche Zusammensetzung. Je nach Material sind hier ähnliche Aspekte interessant wie bei den Bedarfsgegenständen mit Lebensmittelkontakt.

Bei den E-Liquids gehört zum üblichen Analysenspektrum: die Überprüfung der Nikotinangabe sowie eine Prüfung auf kritische und verbotene Aromastoffe und weitere Inhaltsstoffe. Aber auch die Zusammensetzung des Mischungsverhältnisses von Propylenglykol und Glycerin gehört mit zu den Routinemessungen.

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