Teller und Tassen aus Keramik oder Porzellan werden tagtäglich benutzt. Während es früher ein Geschirr für alle Tage gab und das gute Geschirr nur am Wochenende und zu besonderen Gelegenheiten aus dem Schrank geholt wurde, ist heute Abwechslung angesagt. Dabei sind die Dekore den jeweiligen Käufergruppen z. B. Kindern, Jugendlichen oder der Saison z. B. Weihnachten oder Ostern angepasst. Aber man findet inzwischen auch das passende Angebot für eine Halloween-Feier. Dekore mit Film- und Comicmotiven, wie z. B. Batman oder Mickey Mouse. Farbige Dekore bringen "Pepp" in den Alltag und sind daher besonders beliebt.

Aber auch Auflaufformen aus Keramik finden häufig Einsatz. Es gibt sie nicht nur in klassischem weiß, sondern auch in vielen anderen Farben. Um eine keramische Form für Flüssigkeiten brauchbar zu machen und um ihr Glätte und Härte zu verleihen, muss die Oberfläche glasiert werden. Für diese Glasuren werden verschiedene Oxide eingesetzt, darunter auch immer noch Bleioxid. Diese Verbindung sorgt dafür, dass die Glasur beim Brennprozess gut aufschmilzt und die Brenntemperatur unter 1000°C bleiben kann. Niedrige Brenntemperaturen wirken sich auf die Farbpracht aus, insbesondere Dekore kommen so besser zur Geltung. Bleioxid selbst ist farblos und sorgt für den Glanz, erst durch den Zusatz von Pigmenten bekommen Keramikartikel ihre Farbigkeit. Beispielsweise sorgen Elemente wie Cobalt für das typische „Cobaltblau“ oder Chrom- und Kupfer-Verbindungen für grüne, sowie ggf. Cadmiumverbindungen für rote und gelbe Farbgebung.

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Einen entscheidenden Einfluss auf die Inertheit eines Keramikgegenstandes hat die Brenntemperatur. Je höher sie ist, desto weniger Schadstoffe können aus den Glasuren in das Lebensmittel übergehen.

Prüfung auf Konformität

Bei der Untersuchung von Keramik wird versucht den Stoffübergang auf das Lebensmittel zu simulieren. Der Gegenstand wird mit einer 4%igen Essigsäure befüllt, als Simulanz für ein saures Lebensmittel, z.B. Früchte, Säfte, Tomatensoße, Sauerkraut, Wein und lässt die Lösung über eine gewisse Zeit mit dem Gegenstand in Kontakt (nach DIN EN 1388 über 24 Stunden bei Raumtemperatur). Im Anschluss daran wird die saure Lösung analysiert, um festzustellen, ob Elemente wie Blei, Cadmium, Cobalt, Chrom, u.a. aus dem Gegenstand freigesetzt wurden.

Grenzwerte

Diese Methode ist in den 1980er Jahren entwickelt worden und wurde mit der Europäischen Richtlinie 84/500/EG im Anhang I so vorgeschrieben. In diesem Zusammenhang wurden auch Grenzwerte für die beiden Schwermetalle Blei und Cadmium festgelegt: für füllbare Gegenstände, wie z.B. Tassen, Schüsseln liegt der Grenzwert für Blei bei 4 mg/L und für Cadmium bei 0,3 mg/L. Für Koch- und Backgeräte, wie z.B. Auflaufformen liegen die Grenzwerte niedriger, nämlich für Blei bei 1,5 mg/L und für Cadmium bei 0,1 mg/L.

Heutzutage sind diese Grenzwerte unter toxikologischen Gesichtspunkten nicht mehr haltbar. Auf EU-Ebene werden insbesondere für Blei Grenzwerte diskutiert, die mindestens um den Faktor 100 darunterliegen.  

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