Neben Kochgeschirr aus Metall wie Töpfe und Pfannen werden auch Messer, Löffel, Gabeln, Grillroste oder metallische Rührbesen, Isolierkannen oder Aluminiumschalen im CVUA OWL untersucht.

Ebenso wie bei Bedarfsgegenständen z.B. aus Keramik, wird der Stoffübergang auf das Lebensmittel simuliert. Hiermit soll überprüft werden, ob die Anforderungen nach Artikel 3 der VO (EG) Nr. 1935/2004 für die Herstellung von Lebensmittelkontaktmaterialien eingehalten werden. Die Gegenstände sind nach guter Herstellungspraxis (GMP) herzustellen, so dass sie unter normalen und vorhersehbaren Verwendungsbedingungen keine Bestandteile an Lebensmittel abgeben, die die menschliche Gesundheit gefährden, eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel oder eine Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften herbeiführen.

Für Lebensmittelbedarfsgegenstände aus Metall und Legierungen gilt die Europarats-Resolution CM/Res (2013)/9 Metals and alloys used in food contact materials and acticals als Beurteilungsmaßstab. In dieser Guideline sind Höchstmengen für die Freisetzung von Elementen festgelegt.

Die Höchstmengen werden als SRL (specific release limits) definiert für 21 Metalle. Diese Grenzwerte sind toxikologisch abgeleitet und in der Regel mit einem Allokationsfaktor versehen, um durch die Aufnahme von Elementen aus Koch- und Essgeschirr oder Verpackungen, Maschinen, Behältnissen aus Metallen und Legierungen nicht die täglich tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) auszuschöpfen, sondern ggf. nur zu 10% oder 20%.

Als Lebensmittelsimulanzien werden künstliches Wasser (ATW, artificial tap water) für fettige und wässrige Lebensmittel und 0,5%ige Zitronensäure für saure Lebensmittel eingesetzt. Die Flüssigkeiten bleiben über eine gewisse Zeit und Temperatur (z.B. 2 Stunden bei 100°C) mit dem Gegenstand in Kontakt. Im Anschluss daran werden sie analysiert, um festzustellen, ob Elemente wie Blei, Cadmium, Nickel, Chrom, u.a. aus dem Gegenstand freigesetzt wurden.

Anschrift

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt
Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL)
- Anstalt des öffentlichen Rechts -
Westerfeldstraße 1
D-32758 Detmold

Kontakt

Fon +49 5231/911-9 (Zentrale)
Fax +49 5231/911-503 (Zentrale)
Fax +49 5231/911-641 (Pathologie)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kontaktformular

Öffnungszeiten

Mo-Fr 07:30-15:30 Uhr
Anfahrtsbeschreibung